Psychotherapeutin S. Oelze: Traumatherapie

Was ist Traumatherapie?

Die Traumatherapie vereinigt Techniken und Methoden, die speziell der Verarbeitung traumatischer Erfahrung dienen. Sie wird im Zusammenhang mit anderen therapeutischen Verfahren angewendet. Was kann ein psychisches Trauma auslösen? Traumatische Erfahrungen sind zum Beispiel körperliche Misshandlungen, sexueller Missbrauch, Unfälle, Naturkatastrophen, Flucht, Gefangenschaft, Folter, Verkehrsunfälle, Todesfälle naher Angehöriger, die Konfrontation mit lebensbedrohlichen Erkrankungen usw. Sie können einmalig oder wiederholt auftreten.

Warum Traumatherapie?

Ein psychisches Trauma entsteht durch Erlebnisse, die mit Todesangst und extremer Hilflosigkeit verbunden sind. Kampf oder Flucht sind nicht möglich. Der menschliche Organismus ist auf ein "Notprogramm" umgestellt, das nur noch dem Zweck des Überlebens dient. In einer solchen Situation unterscheidet sich die Informationsverarbeitung grundsätzlich von der unter normalen Bedingungen. Andere Hirnregionen sind aktiv und die Gedächtnisbildung funktioniert anders. Ist die traumatische Situation überstanden, funktioniert alles wie vorher. Die in der traumatischen Situation gemachten Erfahrungen sind einer Verarbeitung jedoch nur noch schwer oder gar nicht zugänglich. Deshalb heilt die Zeit in diesem Fall die Wunden nicht. Noch nach Jahren können entsprechende Erinnerungen in unverminderter Stärke und Intensität wieder auftauchen. Herkömmliche Therapien bleiben oft wirkungslos und können das damit verbundene Leid nur geringfügig mildern. Aus diesem Grund sind spezifische Verfahren für die Traumaverarbeitung entwickelt worden. Eines dieser Verfahren ist » EMDR.